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Geschichte


Der Ortsname Dobberzin geht vermutlich auf das slawische Wort "dobr-sin" zurück, was soviel bedeutet wie, "Ort eines Wenzel".
Als Gründungsdatum des Dorfes wird 1254 angenommen. 1314 ist Dobberzin Kirchdorf. In den Jahren nach der Ortsgründung wechseln die Besitzverhältnisse im Dorf häufig. Von 1480 bis 1625 saßen die Herren von Greiffenberg zu Dobberzin, ab 1625 bis 1872 die von Buch zu Crussow und Dobberzin im Dorf.
1578 zählt man in Dobberzin 16 Bauern, 13 Kossäten, 1 Schmied, 1 Pachtschäfer und 1 Hirten.
1687 brannte der Rittersitz ab. Die Höfe seiner 6 Bauern und der Braukrug fallen der Katastrophe zum Opfer.
Der 30jährige Krieg hinterließ tiefe Spuren, von denen sich das Dorf nur langsam erholen konnte. 1734 gibt es 10 Bauern, 13 Kossäten, 2 Häuslinge, 1 Schmied,
1 Schäfer und 3 Hirten.
1815 treten die Bauern die Hälfte ihrer Ländereien an die Gutsherrschaft von Buch ab.
1842 wird das Vorwerk Buchsrode errichtet.
1861 leben 261 Einwohner im Dorf.

 

 

 

 


                                                   



                                                                                                                  Gutshaus
Wappen derer von Buch

Um 1930 gibt es in Dobberzin 31 Wohnhäuser und 12 land- und forstwirtschaftliche Betriebe.
1946 werden 701 ha Grundbesitz enteignet und aufgesiedelt.
1955 wurde die LPG Typ III gegründet, die zwei Jahre später 33 Mitglieder hatte.
1969 bis 1971 betrieb der VEB Erdöl und Erdgas Mittenwalde eine Förderanlage in Dobberzin.
1974 wurde das Dorf mit 320 Einwohnern in die Stadt Angermünde eingemeindet.
Das Gelände am Gutshaus wird 2001 zum Bau von Eigenheimen erschlossen.
2003 erfolgte die Wahl des Ortsbeirates, zu dem die Herren Joachim Kuck, Günter Sattler und Michael Schulz gehörten.
2004 Gründung des Dobberziner Dorfvereins e. V. und Wahl von Wilfried Belde zum Vorsitzenden. Vom 25. bis 27.06.2004 feierte Dobberzin 750-jähriges Bestehen.